Unisex-Armband aus der Ice Cube Collection, gefertigt aus 18 K Weißgold und besetzt mit 34 Diamanten.
Die Geschichte
des Tennisarmbands
Ein Tennisstadion, ein Armband das über den halben Platz fliegt, das Aufblitzen von Diamanten auf dem Spielfeld – was sich wie der Anfang eines glamourösen Romans anhört, war in Wirklichkeit ein wichtiger Moment der Modegeschichte. Es war jener Tag, an dem ein Schmuckstück seinen eigenen Grand-Slam-Moment hatte – und eine neue Ikone geboren wurde: das Tennisarmband.
(Aus dem Archiv) Ein sonnenverwöhnter Septembernachmittag bei den US Open 1978 in New York. Alle Augen auf den Court gerichtet, wo Chris Evert – die Königin der Coolness – Punkt um Punkt erkämpfte. Dann plötzlich, unerwarteter Stillstand. Evert bemerkte, dass ihr Diamantarmband fehlte. Das zarte, schillernde Stück war still und leise von ihrem Handgelenk auf den Platz gerutscht. Sie hob die Hand und unterbrach das Spiel. Woraufhin sich nicht nur die Spielerin selbst, sondern auch Offizielle und Balljungen auf die Suche nach dem glitzernden Armband machten. Dieser Moment, der live für Millionen von Zuschauer:innen übertragen wurde, ist bis heute unvergesslich. Erst als der funkelnde Schatz wieder sicher in ihrem Besitz war, signalisierte Evert, dass sie bereit war, weiterzuspielen. Tja, Diamanten sind eben doch die besten Freunde eines Mädchens!
In der anschließenden Pressekonferenz wurde Evert von Reporter:innen mit Fragen über das Design des Armbands und den Vorfall selbst überhäuft, wodurch letztlich der Begriff „Tennisarmband“ entstanden ist.
Im Prinzip ist ein Tennisarmband eine gerade Reihe aus gleichmäßig großen, einzeln gefassten Diamanten, die hinsichtlich Farbe, Reinheit, Schliff und Karatgewicht sorgfältig aufeinander abgestimmt sind, um einen nahtlosen Fluss aus funkelnder Brillanz zu schaffen. Es wird aus Edelmetallen wie Platin, Weißgold oder Gelbgold gefertigt und verfügt über einen sicheren Verschluss – der heutzutage mit zusätzlichen Sicherheitsmechanismen ausgestattet ist (vielen Dank, Chris Evert!). Das Design überzeugte schon immer durch Einfachheit in seiner raffiniertesten Form: flexibel genug, um sich mit der Trägerin zu bewegen, stark genug, um einen heftigen Rückschlag zu überstehen – nun ja, fast.
Eine reiche, unsportliche Vergangenheit
Lange bevor es am Handgelenk einer Tennis-Ikone schick wurde, hatte das Armband, das wir heute als „Tennisarmband“ kennen, eine lange, aber gänzlich unsportliche Vergangenheit. In den 1920er-Jahren, auf dem Höhepunkt der Art-déco-Ära, begeisterten diamantbesetzte Armbänder – damals „Ewigkeitsarmbänder“ oder „In-Line-Armbänder“ genannt – die Elite. Die Designs zeichneten sich durch markante Geometrie, klare Linien und symmetrische Muster aus. Sie waren oft in Platin gefasst und bestanden aus einer Mischung aus runden und Diamanten im Baguette-Schliff, die manchmal mit Onyx, Smaragden oder Saphiren akzentuiert wurden, um einen dramatischen Kontrast zu schaffen. Dieser Stil, der von den Prominenten der Flapper-Ära und von Hollywood-Stars getragen wurde, verkörperte den Geist einer befreiten Weiblichkeit.
In den folgenden Jahrzehnten verfeinerten Juwelier:innen wie Cartier und David Yurman die Form, wodurch das Design minimalistischer und schlanker wurde.
Obwohl es oft fälschlicherweise dem Luxusjuwelier Tiffany & Co. zugeschrieben wird – vielleicht wegen der langjährigen Liebesaffäre der Marke mit Diamanten – wurde das Tennisarmband nicht in deren Atelier geboren. Elsa Peretti, die visionäre Designerin von Tiffany & Co., definierte in den 1970er-Jahren mit ihrem minimalistischen und doch sinnlichen Ansatz für Schmuck, den Luxus des Alltags neu. Ihre kultige „Diamonds by the Yard“-Kollektion – zarte Ketten mit eingefassten Diamanten – ebnete mühelos den Weg für eine neue Art von Diamantarmbändern, die aber keine Tennisarmbänder im klassischen Sinne waren. Tatsächlich kann kein Schmuckhaus die Erfindung dieses legendären Schmuckstückes für sich beanspruchen! (Oder sie hatten in den letzten Jahrzehnten einfach nur ein sehr schlechtes PR- und Marketingteam.) Der Moment des Ruhms fand nicht in einem schicken Salon oder Atelier statt, sondern auf einem Tennisplatz in New York City.
Aber warum ist dieses Armband so ein Gewinner? Die Genialität liegt wohl in seiner Vielseitigkeit. Unaufdringlich und doch unverkennbar luxuriös war das Tennisarmband tragbar genug für den Alltag und elegant genug für den roten Teppich. Es ist ein Statussymbol, das nicht schreien muss und sowohl Minimalist:innen als auch Maximalist:innen anspricht. Es steht für mühelose Eleganz, jugendliche Vitalität und stille Beharrlichkeit. Genau wie Chris Evert.
Es ist eine glorreiche Erfolgsgeschichte: Chris Evert gewann damals die US Open – und das Armband machte sich auf seine schillernde Siegestour um die Welt. Seitdem haben unzählige Juwelier:innen das Design aufgegriffen und neu interpretiert.
Es ist das kleine Schwarze des Schmucks – zeitlos, vielseitig und immer passend.
Eine moderne Ikone
Heute, fast 50 Jahre später, ist das Tennisarmband beliebter denn je. Es ist das kleine Schwarze des Schmucks – zeitlos, vielseitig und eigentlich immer passend. Ob solo für die ruhige Eleganz, in Kombi mit einer tollen Uhr, zum Kleid oder einer Jeans und T-Shirt. Es lässt sich nahtlos über Generationen, Stile und Anlässe hinweg tragen.
Kaum ein Schmuckstück sagt so deutlich „Ich liebe dich“, „Herzlichen Glückwunsch“ oder „Du wirst die nächsten Jahre nicht schlafen“ wie ein Tennisarmband. Es ist der stille Held der großen Momente des Lebens: ein durchdachtes Geschenk für einen runden Geburtstag, eine funkelnde Geste bei einem Jubiläumsdinner oder ein zeitloses Andenken an die Ankunft eines neuen Lebens (denn Diamanten überleben tatsächlich das Zahnen). Und es ist auch das ultimative Einsteigerset in die Welt des feinen Schmucks – für die besonders glücklichen kleinen Mädchen.
Tennisarmbänder gehören heute zum Standardrepertoire in den Schmucksammlungen von Traditionshäusern und modernen Ateliers. Was mit einem einfachen Armband begann, hat sich zu einem breiten Sortiment ausgeweitet, das „Tennishalsketten“ und sogar „Tennisfußkettchen“ umfasst. Die großen Schmuckhäuser bieten Versionen mit farbigen Edelsteinen, gemischten Metallen und unsichtbaren Verschlüssen für einen eleganteren Look an. Selbst wenn man mehrere Armbänder an nur einem Handgelenk kombinieren möchte, gibt es dafür eine Vielzahl an Optionen.
Man kann mit Sicherheit sagen, dass das Tennisarmband in diesem Jahr ein fulminantes Revival erlebt. Die Taufpatin selbst, Chris Evert, hat kürzlich mit der Designerin Monica Rich Kosann an einer Kollektion von Armbändern gearbeitet. Es war das erste Mal, dass sie selbst ein Armband entworfen hat. „Ich erinnere mich an alles an diesem Tag. Der grüne Platz. Die weißen Linien. Mein Diamantarmband und der tropfende Schweiß des Wettkampfs.“
All diese Details inspirierten sie zu ihrer allerersten Kreation. Gemeinsam mit der Designerin entwarf sie eine Tennisarmband-Kollektion, die diesem Moment Tribut zollt und persönliche Akzente setzt: ein Smaragd für das Grün des Courts, ein einzelner Diamanttropfen als Symbol für Beharrlichkeit. Jedes Stück ist von Evert signiert und gibt der Tennislegende endlich eine Stimme in der Schmuckgeschichte, die sie ungewollt angestoßen hat.
Ob das Armband nun aus klassischen weißen Diamanten, einem verspielten Regenbogen aus Saphiren oder einem gewagten Mix aus Schliffen, Farben und Formen besteht, eines ist sicher: Das Tennisarmband ist nach wie vor ein Renner! Es ist zu einem Must-have geworden – und zu einer Erinnerung daran, dass man ein wenig Glanz verdient hat.