Drei Orte,
ein Gefühl: ankommen
In der Lagune Venedigs, in den historischen Gassen Kyotos und zwischen den Dünen Comportas sind drei Hotels entstanden, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch einer gemeinsamen Idee folgen: Luxus authentisch erlebbar zu machen. Airelles Palladio, Capella Kyoto und Na Praia gehören zu den spannendsten Neueröffnungen des Jahres. Orte, die augenblicklich das Gefühl vermitteln, angekommen zu sein.
AIRELLES
PALLADIO
Giudecca 33
30133 Venedig,
Italien
Manche Hotels eröffnen neu, andere wirken, als wären sie schon immer Teil ihres Ortes gewesen. Das neue Airelles Palladio Venezia gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Auf der ruhigen Insel Giudecca gelegen, öffnet sich das Haus zur Lagune und der bezaubernden Silhouette Venedigs. Französische Gastfreundschaft ergänzt sich perfekt mit venezianischer Geschichte.
Das historische Ensemble rund um die Kirche Le Zitelle entstand im 16. Jahrhundert und wird dem Renaissance-Architekten Andrea Palladio zugeschrieben, dessen Name heute das Hotel trägt. Über Jahrhunderte diente dieser Ort als Kloster, Bildungsstätte und Rückzugsort für venezianische Frauen: eine vielschichtige Geschichte, die bis heute in den Mauern nachhallt und dem Haus eine seltene, fast greifbare Tiefe verleiht.
Für sein erstes Hotel außerhalb Frankreichs hat Airelles das Anwesen mit großer Sensibilität restauriert. Aus den historischen Gebäuden entstanden lediglich 45 Zimmer und Suiten, die sich eher wie private venezianische Palazzi anfühlen. Verantwortlich für das Interior Design ist Christophe Tollemer, der die venezianische Eleganz neu interpretiert. Murano-Leuchter, handverlesene Antiquitäten, kostbare Stoffe von Rubelli und Fortuny, venezianische Spiegel und kunstvolle Details schaffen eine Atmosphäre, die an die prachtvollen Wohnräume alter Adelsfamilien erinnert – opulent, aber niemals überladen. Außergewöhnlich sind die weitläufigen Gärten mit großzügigem Pool, in Venedig eine Seltenheit. Airelles ist eine Hommage an die Geschichte, die Handwerkskunst und die zeitlose Schönheit Venedigs.
CAPELLA
KYOTO
130 Komatsu-cho
Higashiyama-ku,
Kyoto,
Japan
Kyoto gehört zu jenen Städten, die man nicht einfach besucht – man muss sie erleben. Tempel, Teehäuser, Gärten und jahrhundertealte Traditionen prägen den Charakter der ehemaligen Kaiserstadt. Mit dem neuen Capella Kyoto hat nun eine der renommiertesten Hotelmarken Asiens erstmals in Japan eröffnet – und dabei ein Haus geschaffen, das die kulturelle Tiefe der Stadt auf behutsame Weise interpretiert.
Das Hotel liegt im historischen Viertel Miyagawa-chō, einem der traditionsreichsten Geisha-Distrikte Kyotos. Entworfen wurde es von Kengo Kuma, dessen Architektur weltweit für ihre Sensibilität gegenüber Ort und Tradition geschätzt wird. Statt spektakulärer Gesten setzt Kuma auf Zurückhaltung und Präzision im Detail. Holz, Stein, Papier und Licht bilden die Grundlage seiner Architektur, die Ruhe und Harmonie entstehen lässt.
Die Räume wirken wie eine moderne Weiterentwicklung traditioneller Machiya-Häuser und schaffen eine Atmosphäre, die unmittelbar mit Kyoto verbunden ist. Auch das Erlebnisprogramm geht weit über jenes klassischer Luxushotellerie hinaus. Denn wer möchte, erhält Zugang zu kulturellen Ritualen, traditionellen Künsten und lokalen Handwerker:innen. Capella Kyoto lädt seine Gäste dazu ein, zu entschleunigen und die Schönheit der Details zu entdecken.
NA PRAIA
Estrada Nacional 253-1,
Troia
7570-789, Comporta,
Portugal
Vor wenigen Jahren galt Comporta noch als Geheimtipp. Heute zählt die Region südlich von Lissabon zu den begehrtesten Destinationen Europas. Und doch gelingt es nur wenigen Projekten, den ursprünglichen Charakter dieser außergewöhnlichen Landschaft zu bewahren. Na Praia gehört eindeutig dazu.
Das neue Resort liegt eingebettet in ein mehr als 340 Hektar großes Naturareal aus Dünen, Pinienwäldern und geschützten Feuchtgebieten. Schon bei der Ankunft wird spürbar, dass hier eine andere Form von Luxus gelebt wird. Statt imposanter Gebäude bestimmen Weite, Licht und Natur das Erleben des Ortes. Verantwortlich für die Architektur ist Studio KO, jenes Pariser Büro, das mit dem Musée Yves Saint Laurent in Marrakesch internationale Bekanntheit erlangte. Die Handschrift ist unverkennbar: Gebäude aus natürlichen Materialien, die sich nahezu unsichtbar in die Landschaft einfügen. Sandfarbene Wände, Holz und traditionelle
Handwerkskunst schaffen eine Ästhetik, die zugleich zeitgenössisch und zeitlos wirkt.
Doch die wahre Attraktion ist die Umgebung selbst: kilometerlange Strände, unberührte Natur und ein Rhythmus, der von Wind, Licht und Gezeiten bestimmt wird. Hierher kommt man, um Abstand zu gewinnen – vom Lärm, von der Verdichtung, vom Tempo der Welt. So steht Na Praia für eine neue Generation von Luxusresorts, die Exklusivität nicht über Überfluss definieren, sondern über Raum, Stille und Authentizität.